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Familie Schweingruber
Familie Schweingruber | (c) privat

Meistertrainer im Abseits

Sam Schweingruber erlebte die Höhen und Abgründe des Fussballs in Kambodscha.
 
Publiziert: 18.05.2021

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Von Michèl Willen

Mit 25 Jahren bleibt Hobbykicker Sam Schweingruber in Kambodscha hängen. Bewegt durch die Armut, die er antrifft, gründet er eine Fussballschule für Kinder am Rande der Gesellschaft. Später coacht er das erste Frauen-Nationalteam und wird Trainer des Hauptstadtclubs – ein Job, der ihn fast das Leben kostet.

Nachdem Sam Schweingruber – inzwischen Mitte dreissig – den Phnom Penh Crown FC schon 2014 zum Meistertitel führte, sieht es auch ein Jahr später ganz danach aus. Doch dann der Schock: Eine Sprachnachricht beweist, dass sieben Spieler und vier Trainer der Mannschaft Spiele manipuliert haben. Schweingruber ist fassungslos und meldet das Vergehen dem Klubpräsidenten – die Beteiligten werden gesperrt. In den sozialen Medien hiess es: «Wenn er es jetzt wieder schafft, Meister zu werden, dann muss er verschwinden.» Obschon dem Trainer wichtige Spieler fehlen, gewinnt sein Team erneut den Titel – nach einem dramatischen Elfmeterschiessen.

In Lebensgefahr
Zwei Tage nach dem Spiel feiert Schweingruber den Erfolg mit Freunden. Wegen eines Termins am nächsten Tag verlässt er die Feier etwas früher, überlässt darum das Auto seinem Bruder und fährt stattdessen mit dem Motorrad nach Hause. Eine Entscheidung mit Folgen: Er hat einen schweren Unfall. «Mir fehlt jegliche Erinnerung daran. Aufgrund meiner Verletzungen bestätigte mir der Arzt aber, dass ich Fusstritte und Schläge mit einer Stange gegen den Kopf bekommen hatte.» Schweingruber bleibt Stunden auf der Strasse liegen. Schliesslich wird er ins Spital gebracht. Sein Zustand ist kritisch – doch er überlebt. «Ein Arzt, der Buddhist war, meinte, Gott oder ein Engel müsse dafür gesorgt haben, dass ich noch lebe.» Mitte Januar 2016 wird Schweingruber zur Rehabilitation in die Schweiz geflogen.

Näher zu Jesus
Bereits als Jugendlicher hat sich Schweingruber für ein Leben mit Gott entschieden. Der Glaube verliert im Verlauf der Jahre aber an Stellenwert – bis zum Unfall: «Mit dem Überleben dieses Unfalls begann für mich ein Prozess, wieder näher zu Jesus zu kommen.» Er fängt an, wieder mehr zu beten und in der Bibel zu lesen. Er möchte Jesus wieder ins Zentrum seines Lebens stellen. «Eine Narbe am Kopf erinnert mich daran, dass Gott mich am Leben gelassen hat, um weitere Aufgaben anzugehen.» Er kämpft sich durch den harten Weg der Rehabilitation, lernt wieder zu laufen und zu essen. So schnell wie möglich möchte er nach Kambodscha – zu Sohn Jamie, der bei Schweingrubers Ex-Frau lebt.

Vereint mit dem Sohn
Nachdem Schweingruber die Erlaubnis der Ärzte hat, reist er ab. Doch in Kambodscha erlaubt ihm seine Ex-Frau nicht, Jamie zu sehen. Es vergehen 13 Monate bis zum Wiedersehen. Er kämpft um das Sorgerecht – er möchte Jamie in die Schweiz holen. Die Mutter des Kindes legt ihm immer wieder Steine in den Weg und versucht vor Gericht, ihn ins Gefängnis zu bringen – ohne Erfolg. «Am 23. Januar 2018 war es dann so weit: Ich bekam Jamie vom Sozialamt offiziell zugesprochen.» Vater und Sohn reisen in die Schweiz – eine Premiere für Jamie. Es ist der Anpfiff zu einem neuen Leben für die beiden.

 

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